Östradiol (E2)
Das nachgeschaltete Östrogen, leise unverzichtbar für Libido, Knochen, Gehirn und Rückkopplung.
Was es ist
Östradiol ist das wichtigste Östrogen beim Mann, entsteht überwiegend durch Aromatisierung von Testosteron über das Aromatase-Enzym in Fettgewebe, Gehirn und Hoden. Es ist kein 'falsch gelabeltes Frauenhormon', sondern essenziell für die männliche Physiologie.
Warum es zählt
E2 moduliert Libido, Stimmung, Knochendichte, Lipidstoffwechsel und die negative Rückkopplung von LH und FSH. Beide Extreme sind problematisch: zu niedrig (oft nach aggressivem Aromatase-Hemmer-Gebrauch) und zu hoch (häufig bei Adipositas oder hochdosiertem exogenem Testosteron) mit jeweils eigenen Symptomen.
Referenzbereich erwachsene Männer
Referenzbereich beim erwachsenen Mann ca. 11,3–43,2 pg/mL (40–160 pmol/L), je nach Assay.
Rolle im Panel
Im Hormonpanel 01 wird E2 zusammen mit Gesamt-T und Körperzusammensetzung interpretiert. Der Marker, der in Standard-Hausarzt-Panels am häufigsten fehlt.
Wenn der Wert niedrig ist
Sehr niedriges E2 beim Mann ist mit niedriger Libido, Gelenkschmerzen, Knochendichteverlust und depressiver Stimmung verbunden. Häufiger Auslöser: aggressiver Einsatz von Aromatase-Hemmern ohne Monitoring.
Wenn der Wert hoch ist
Erhöhtes E2 beim Mann ist meist Folge von hohem Testosteron (endogen oder exogen) plus viel Aromatase im Fettgewebe. Symptome: Wassereinlagerung, Gynäkomastie, Stimmungsschwankungen.
Häufige Fragen zu diesem Marker.
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